Als der Sturm Lothar alte Eichen warf, lernte Anna, wie man Stämme respektvoll aufschneidet und Jahre der Trocknung geduldig begleitet. Heute signiert sie jedes Tischblatt mit Herkunft, Jahresringen und Pflegehinweisen. Kundinnen besuchen ihre Werkstatt, fühlen raue Kanten, hören Geschichten über Fehlstellen und sehen, wie aus vermeintlichen Makeln einzigartige, stabile, atmende Flächen entstehen.
Jorge zeigt, wie Korkeichen lebendig bleiben, wenn die Rinde in Zyklen gelöst und jeder Baum im Dorfbuch vermerkt wird. Sein kleines Team fertigt Sitzflächen, die federnd warm sind und keinerlei Chemie ausdünsten. In den Pausen erzählen sie von Vögeln, die im Schatten nisten, und der Geduld, die nachhaltige Forstwirtschaft zur Kulturtechnik macht.
Aus Abbruchhäusern gewinnen Mira und Ben Profile, die sie entgraten, sandstrahlen und zu schlanken Gestellen verarbeiten. Jedes Teil trägt kleine Spuren der Herkunft, die bewusst sichtbar bleiben. Kundinnen erfahren, von welcher Halle ein Winkel kam, warum Schweißernaht und Puderbeschichtung harmonieren, und wie recycelter Stahl Gewicht, Stabilität und eine überraschend ruhige Eleganz vereint.
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